Als ein Unikum in meiner Schachkarriere muss diese Partie gelten, in der sich DR. TARTAKOWER, einer der glänzendsten Repräsentanten der Gegenwart, von mir als damals 21 jähriges Bürschchen überrumpeln ließ. Dabei muss betont werden dass die Partie nicht etwa im Eilzugstempo - "Zug, Zug!" - sondern in vollem Ernst, mit Uhrenkontrolle (15 Züge per Stunde), und um einen Einsatz von 10 Kronen gespielt wurde. Dies stützte damals die These mancher Zeitgenossen, die behaupteten, das Schach wäre nichts anderes als ein Hasardspiel. Ich zitiere das Neue Wiener Tagesblatt: "Der menschliche Intellekt ist in diesem Kampfe ein wertvoller, aber nicht immer entscheidender Faktor. Ein bißchen Glück ist im Schach wie im Leben oft mehr wert als die schönste Berechnung. Sollten sich die geehrten Leser durch die hier aufgestellte Behauptung, daß der Zufall in der Weltgeschichte eine dominierende Rolle spielt, zum Widerspruch herausgefordert fühlen, so mögen sie nur gütigst die Frage in Erwägung ziehen, ob bei der Rettung des Kapitols die Gänse durch ihr Schnattern nicht mindestens ebenso verdienstlich wirkten als die römischen Soldaten durch ihre Wachsamkeit." Nun - der werte Leser möge sich nach dem Studium der Partie selbst ein Bilde machen!
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